Kindergartenkinder und Senioren unter einem Dach,
das hat es im Elisenstift scchon einmal gegeben. Genau genommen ist die Vorschuleinrichtung ja ein Kind des Elisenstifts.
Prinzessin Elise zu Hohenlohe-Schillingsfürst nahm mit der jungen Diakonisse Marie Hörner 1855 drei unversorgte Kinder in ihr Haus auf. Aus diesem Elisenstift herausgewachsen ist also der Kindergarten.
1955, genau einhundert Jahre danach, wurde auf Anraten der Diakonissenanstalt der Kindergarten vom Elisenstift abgetrennt. Über ein halbes Jahrhundert später finden die Kinder nun, wenn auch nur vorübergehend, Aufnahme in diesem Haus.
Heimleiter Dieter Seefarth hat die Kleinen mit einem gemeinsamen Frühstück herzlich begrüßt. So ergibt es sich sogar, dass die Kinder momentan in den gleichen Mauern weilen wie Uroma oder Opa. Die Verantwortlichen haben ein Konzept für Jung und Alt erarbeitet.
Wichtige pädagogische Lerninhalte können damit vor Ort ermittelt werden. Berührungsängste werden abgebaut, kleine gegenseitige Dienste werden selbstverständlich. Kinder, die mein in Kleinfamilien aufwachsen nehmen wahr, dass man sich gegenseitig helfen kann. Rücksichtnahme wird geübt, durch Erzählungen wird Bewusstsein für Früher geweckt und das Gefühl, wie schön es sein kann in einer guten Stube auf dem Sofa zu kuscheln und Märchen zu hören.
Das Miteinander ist fester Bestandteil in der Wochenplanung der Kindergartenleiterin Romana Pfeffer.
Senioren und Kinder nennen sich beim Vornahmen. Der Rabe Abraxas, die sympathische Handpuppe der Ergotherapeutin Rebekka Pfister, übernimmt die Vorstellung.
Bei jedem Seniorengeburtstag steigen die Kleinen eifrig in den Aufzug und landen zum Glückwunschständchen im Bewohnerzimmer.
Nicht nebeneinander, sondern miteinander lebt man unter einem Dach.
Pfarrer Carsten Fürstenberg, Hausherr von Elisenstift und Kindergarten, freut sich über die harmonische Atmosphäre im Haus und ist auch oft zu sehen.

















