Die Elisenrunde stellt sich vor
Am Anfang war es nur eine Idee, die Gott sei Dank nicht als Strohfeuer verpuffte. Der Name und der feste Rahmen folgten erst später und so gibt es die “Elisenrunde” (derzeit 10 Frauen) bereits seit dem 19. Februar 2001.
Einige Damen, die die Bewohner/innen regelmäßig mit einem Geburtstagsbesuch erfreuten, entschlossen sich, beim “Faschingstanz mit Gustl” mit zu wirken. Alle waren dankbar für diese Hilfe, denn zu dieser Zeit gab es noch keine spezielle Therapeutin für die Beschäftigung der Bewohner/innen. So entwickelte sich die Idee, alle 14 Tage, einen unterhaltsamen Nachmittag für die Bewohner/innen zu gestalten. Es fanden sich glücklicherweise weitere Damen mit Erfahrung, Phantasie und einem Herz für ältere Leute.
Entsprechend vielseitig fiel dadurch auch das jeweilige Programm aus, das erst mal mit Singen, Spielen, Märchenerzählen, Raten und Basteln begann. Begeistert erinnern wir uns noch an Frau Utz, die 100-jährige Bewohnerin, die für unsere Collage aus Kleisterpapier eifrig eine wunderschöne Sonne ausschnitt. Für sie sangen wir auch gerne ihr Lieblingslied “Im schönsten Wiesengrunde” – und alle Strophen auswendig!
Wir machten Jugendbilder von den Bewohner/ innen und natürlich auch von uns ausfindig, warfen sie vergrößert an die Wand – und los ging das Raten! Wer könnte das wohl gewesen sein?
Manche waren wirklich schwierig zu erkennen, doch ab und zu entlarvte ein Lächeln die/den Gesuchte/n.
So wurden bei den Bewohner/innen Erinnerungen an die Kindheit und an frühere Zeiten wach, unterstützt durch mitgebrachtes altes Spielzeug und Handwerkszeug, wie auch durch Dias vom Fränkischen Landleben.
Selbst eine fränkische Hochzeit ließen wir wieder aufleben, mit alter Tracht, nach altem Brauch oder die altmodische Hutmode durch eine lustige “Hutmodenschau” mit voluminösen Huträdern oder dem schüchternen Kapotthütchen.
Natürlich nahmen wir auch die Leute zu Besuchen außerhalb mit:
Vom Brunnenhausteam wurden wir zu Kaffee und Kuchen mit anschließender Besichtigung ins Brunnenhaus eingeladen, zum Osterbrunnen an der Wörnitzquelle unternahmen wir mit den “Rollstuhlfahrern” einen abwechslungsreichen Ausflug.
Die Sommerfeste bei der Familie Zapf waren allemal die Mühen des Transportes wert und wurden gern als Abschluss für unsere Sommerpause genutzt.
Sei es bei Theaterbesuchen oder die Teilnahme am Stadtfest in Schillingsfürst, der Seniorennach-mittag im Advent oder bei sonstigen kirchlichen Festen – die Damen der Elisenrunde stehen “allzeit bereit” zum Abmarsch und Betreuen.
Sogar zum Theaterspielen rafften wir uns zur Freude der Bewohner/innen auf, denn mittlerweile gibt es keine Weihnachtsfeier mehr ohne unser Krippenspiel.
Die wunderschönen Kostüme für die Heiligen drei Könige werden herbei geholt. Eifrig lernen wir unsere Rollen, nebenher ein gutes Gedächtnistraining für uns. Anbetend beugen wir unsere morschen Knie vor dem Kind in der Krippe. Aufgeregt sind wir schon dabei, denn bis bei den Proben Maria und Josef, die Hirten auf dem Felde, der Wirt und der Engel ihren Platz gefunden haben, vergehen viel Zeit und Mühen.
Aber wenn dann die stattlichen Könige einmarschieren und alle begeistert das Schlusslied singen, fühlen wir uns froh und glücklich über die gelungene Weihnachtsfreude, die wir allen im Elisensaal wieder mal bereiten konnten.
Was für eine großartige Entwicklung: Von der kleinen Gruppe der Geburtstagsbesucherinnen zu einer lebendigen Elisenrunde!
Für all diese Mühen – und Freuden – wurden wir von der Stadt Schillingsfürst zum Neujahrsem-pfang 2006 geladen. Dieser öffentliche Dank gibt uns neben der herzlichen Freude “unserer Betreuten” weiterhin die Kraft, all unsere Liebe, Zeit und Phantasie für “unser Elisenstift und seine Bewohner/innen” einzusetzen.
Gisela Feurer
Anmerkung der Redaktion:
Wir bedanken uns herzlich bei der Elisenrunde für ihr Engagement. Die ehrenamtliche Mitarbeit ist eine schöne Bereicherung und ergänzt sich wunderbar mit den vielfältigen Angeboten durch unsere Ergotherapeutin Rebekka Pfister - (siehe dazu auch unseren Veranstaltungskalender).







