Liebe Bewohner, liebe Angehörige und Kollegen.
Sicher ist Ihnen nicht entgangen, dass in unserem Hause viele Fortbildungen stattfinden, die letztendlich alle Ihnen zugute kommen, liebe Bewohner.
Heute ein paar Informationen über unsere letzte Fortbildung mit dem Thema „Basale Stimulation“.
Zunächst sei erklärt, was diese Worte eigentlich bedeuten. Basal steht für Stufen einer höheren Wahrnehmung. Der Bewohner muss von sich allein aus keine Reaktion zeigen, denn die gezielte Förderung durch das therapeutische Team setzt ein, ohne dass der Patient Voraussetzungen zu erfüllen hat.
Das Wort Stimulation kennen Sie alle. Der Patient oder Bewohner erhält zunächst Reize von unterschiedlicher Art, Anzahl, Dauer und Stärke. So wird für den Bewohner (z.B. Schlaganfallpatient) der eigene Körper wieder schrittweise erfahrbar gemacht. Er lernt diesen immer differenzierter wahrzunehmen und mit ihm und durch ihn zu kommunizieren.
Die Reize können somatisch, vibratorisch gesetzt werden. Dies umfasst die Empfindungen der Körperoberfläche und des ganzen körperlichen Bereichs.
Ein weiterer Reiz kann gegeben werden über die Gleichgewichtssteuerung. So ist eine Umlagerung oder eine Positionsänderung der Wahrnehmung dienlich. Vibratorische Reize gehen in die Körpertiefe.
Auch Geschmacks- und Geruchssinne werden mit einbezogen. Dies nennt man oral oder olfaktorische Wahrnehmung.
Verschiedene andere Bereiche, z.B. das Hören von Geräuschen, das Tasten und Berühren, das Sehen von Farben, hell-dunkel, groß-klein werden in die basale Stimulation mit einbezogen.
Basale Stimulation wird überwiegend bei schwer-und schwerstgeschädigten Menschen angewandt. Ein Ziel in der Förderung und Therapie besteht darin, die Fähigkeit der Aufmerksamkeitszuwendung und Konzentration wieder aufzubauen oder wieder zu entwickeln.
Basale Stimulation wird primär als ein Beziehungs- und Bewegungskonzept vermittelt für Menschen, die darin viel Unterstützung bedürfen. Sie wurde von Dr. Fröhlich für die Wahrnehmungsförderung von geistig und körperlich beeinträchtigten Kindern entwickelt. Später wurde das Konzept von Christel Bienstein in Zusammenarbeit mit Professor Fröhlich in die Pflege übertragen.
Für jeden gesunden Menschen ist ein Körpergefühl und die Wahrnehmung normal. Zeigen sich jedoch Ausfälle, durch welche Krankheiten auch immer, wird einem schnell klar was man verloren hat. Unserem Pflegepersonal ist es ein Bedürfnis, Sie in allem Notwendigen zu unterstützen.
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