Unser Ausflug nach Nürnberg
„Wenn Engel reisen , lacht der Himmel…“ und so war es auch, als sich am 24. des Wonnemonats Mai die Elisenstiftler auf den Weg nach Nürnberg zum Museum im Kachelbau gemacht haben.
Gleich nach dem Frühstück ging es für vierundzwanzig aufgeregte Seniorinnen und Senioren mit ihren 15 fleißigen Helfern im Linienbus mit der Sonne im Gepäck los. Gemütlich chauffierte uns „Schorsch“, der Busfahrer (der übrigens hervorragend singen kann, wie sich später herausstellte), über Landstraßen, vorbei an so mancher grasenden Rindviehherde, in die große Stadt.
An unserem Ziel angekommen erwartete uns bereits das Museumspersonal in einer Küche aus Großmutters Zeit. Mit dem Motto „viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende“ ging es ans Werk: wir bereiteten gemeinsam eine Kartoffelsuppe zu, rösteten und mahlten Gerstenkaffee, stampften Butter und sägten Zucker vom großen Zuckerklotz. Arbeit gab es genug und jeder packte mit an, so gut er konnte.
Die Utensilien dafür waren ja bestens bekannt aus der eigenen Küche von früher. Unsere Bewohner mussten uns Jungspunde so manchen Kniff mit einem Küchengerät der damaligen Zeit, die teilweise kurios für uns erschienen, erklären.
Natürlich sorgten hier frühere Gewohnheiten und eigene Geräte rund um die Küche für reichlich Gesprächsstoff und Begeisterung unter den Bewohnern.
Pünktlich zur Mittagszeit stand dann unsere „zünftige Mahlzeit“ auf dem Tisch. Mit dem gemeinsamen Tischgebet eröffneten wir die Tafel und langten kräftig zu.
Im Anschluss bestaunten wir noch die übrigen Sehenswürdigkeiten aus Großmutters Zeit, wie die alte Waschküche, die gute Stube und den Kolonialwarenladen. Zum Abschluss unseres Aufenthalts in der damaligen Zeit bedankten wir uns beim Museumspersonal mit einem kleinen Ständchen, das ebenfalls aus der „guten alten Zeit“ stammt: „Horch was kommt von draußen rein“.
Auf der Rückfahrt trällerten wir zusammen mit „Schorsch“ die alten Volkslieder rauf und runter, bekamen so manches Duett von Pfleger Olli und Pflegedienstleiter Hr. Bruckner und genossen dabei die Fahrt durch das sonnige Frankenland. Bei Keksen und Gebäck ließen wir die Eindrücke des Tages noch mal Revue passieren und freuten uns an dem Erlebten dieses eindrucksvollen Tages. Glücklich und erschöpft von der Zeitreise in die Vergangenheit kehrten wir am späten Nachmittag nach Hause zurück.
pfr






